Donnerstag, 15. November 2007
Bergvoelker und Stephan alleine unter Thais
Gruazzi miteinand,

Mal wieder ein kleiner Bericht vom Wochenende, bevors ins naechste lange Wochenende geht :-)

Wie gesagt gings ja in den Norden Thailands, um dort den Bergstaemmen nuetzliche Sachen zu schenken und mit denen dort zu champen. Also mehr ein Zeltlager mit vielen Kindern, dachte ich! Soviel habe ich zumindest verstanden, als sie mich dazu eingeladen haben. Wurde dann alles doch ein wenig anders, aber ich habe die 2 Tage sehr genossen und dort ein ganz anderes Thailand kennenlernen duerfen, als ich zuvor gesehen habe. So habe ich zum ersten Mal Bergbewohner im Norden Thailands getroffen. Zu meiner Ueberraschung konnten die die Thais genauso wenig wie ich verstehen! Deren Sprache ist mehr ein Chinesisch, da dort China gerade einmal 120km entfernt liegt und die sich vor langer Zeit dort heimisch gemacht haben. Auch habe ich thailaendische Braeuche direkt miterlebt, wie z.B. Papierballons (com loy) mit einer Kerze drinnen steigen zu lassen. Echt cooler Brauch, steht ganz oben in meiner Liste, was ich machen werde, wenn ich wieder zurueck in Deutschland bin!
Ansonsten nach wie vor alles bestens! Bin hier ziemlich gut aufgehoben, um mich rum eigentlich nur nette Leute, die sich alle sehr gut um mich kuemmern! \


Jetzt aber noch ein paar Bilder von den letzten 2 Tagen. Samstag morgens gings los mit so ca. 40 Leuten von EGAT. Der Trip war ziemlich gross aufgezogen und es wurde echt an alles gedacht. Ich hab mich in einem VIP-Bus fuer 11 Personen wiedergefunden, der naja was soll ich sagen, Luxus pur war. Hatte dort mega Platz fuer meine Beine, auch waren alle Sitze mit Leder bezogen, Klimaanlage versteht sich und natuerlich nem ziemlich coolem Videosystem mit Flachbildschirm in Wohnzimmergroesse ueber unseren Koepfen, leider auch Karaoke-faehig. Zum Glueck waren die Leute nicht so motiviert und das blieb mir erspart! Da ich keinen im Bus zuvor kannte, war die Fahrt auch ziemlich ruhig fuer mich und ich hatte Zeit mich umzuschauen. Ab von der grossen Strasse gings dann in ziemlich unwegsames Gelaende und man wurde mit einem Schlag in die Vergangenheit versetzt. So wurden da die Felder noch komplett von Menschen bestellt und auch die Huetten der Bewohner waren eigentlich nur aus Bambus und Gras.



Von der Strasse nicht zu sprechen, die war anfangs noch geteert, hat sich dann aber ziemlich schnell in eine nur langsam befahrbare Strecke gewandelt. Die Befestigung der Srasse war oefters ziemlich fraglich, aber ich befand mich ja nicht an der Spitze unseres Konvois :-) Safty first!



Auch gab es manche Stellen, an denen unser VIP-Bus doch lieber ein Jeep oder Pick Up haette sein sollen. Wir sind dort mehrmals aufgesessen und es ging nur weiter, nachdem wir ausgestiegen sind, aber immerhin gings weiter!



Dafuer wurden wir mit einer komplett anderen Landschaft um uns herum belohnt. Man hat hier sehr stark den chinesischen Einfluss der Bewohner dort bemerkt. Ueberall waren Terassen angelegt, um Reis anzubauen und es gab auch Plantagen mit gruenen Tee.



Nicht desto trotz haben uns die schlechten Strassenverhaeltnisse gezwungen auch einmal ein paar Meter oder sogar einen Kilometer zu Fuss zurueckzulegen.



Aufnahmen wie diese sind dann dabei entstanden. Das war kurz vor dem Ziel am Fusse des letzten Berges, auf dem uns die Kinder und Dorfbewohner erwartet haben.



Dort angekommen haben dann, so wurde mir zumindestens gesagt, 300 Kinder auf uns gewartet. Die Geschenke, wie Klamotten, Buecher und Suessigkeiten waren bereits dort, da Grenzsoldaten uns mit ihren Gelaendewagen geholfen haben die Sachen dorthin zu transportieren. Auch haben die dort in dieser abgelegenen Gegend, nicht weit von Myanmar entfernt, ziemlich viele Aufgaben erfuellt, wie z.B. die Kinder dort zu unterrichten. Es war also nicht verwunderlich als die zuert in Reih und Glied stehenden Kinder auf Befehl links bzw. rechts um sind um in der Mitte Platz zu schaffen fuer diverse Auffuehrungen. Davor haben mich die Thais aber noch fuer ein paar Fotos zu den Kindern geschickt. Die hatten allerdings ein wenig Angst, als ich auf sie zugekommen bin. Mit meinen knappen 2 Metern war ich dann doch einen Kopf groesser als die meisten Leute dort, hinzukommend, dass ich auch noch ein Farang (Europaer) bin und viele bestimmt das erste Mal einen zu Gesicht bekommen haben, also nur verstaendlich!



Die Maedels auf dem zu sehen waren zuvor mit in meinem Bus unterwegs und eigentlich, wenn sie sich mal getraut haben Englisch zu sprechen, ganz lustig. Sie studieren gerade in Chiang Mai und ein paar Tage spaeter, also gestern am Mittwoch, haben sie sich frei genommen und mir fuer einen Tag ihre Stadt gezeigt.

Wie gesagt gabs dort auch Tanzauffuehrungen. Da war so ziemlich alles dabei, von nur aus Maedels bestehenden Gruppen, die synchron getanzt haben, bis zu Gruppen, bei denen sich in der Mitte ein Junge mit einem traditionellen Instrument abgequaelt hat und die herum nur ein wenig im Kreis gekaufen sind.



Aber traditionelle Kleidung hatten sie immer an und meistens waren es auch fuer dort typische Lieder zu denen sie getanzt haben. Das naechste Bild allerdings zeigt eine Gruppe, der man noch nicht angesehen hat was denn kommen wird. Die hatten naemlich den Sommerhit vor ein paar Jahren im Schlepptau. Ja ich hab doch wirklich dort in der abgelegenen Bergwelt Thailands dieses Tragosday Lied zu hoeren bekommen :-)



Zwischen den Auffuehrungen und eigentlich permanent ist ein ziemlich seltsamer Typ ueberall herumgesprungen.



Zuerst dachte ich es sei vielleicht ein Soldat von dort, aber wie sich spaeter heraus gestellt hat, war er wohl von unserer Gruppe, denke aber nicht, dass er bei EGAT arbeitet, vielleicht kennt er dort jemanden. Es hat sich naemlich auch waehrend unserer Reise herausgestellt, dass der Trip privat organisiert war, zwar groesstenteils Leute von EGAT, aber auch andere wie deren Freunde und Familien dort dabei waren.
So hab ich jetzt z.B. eine Einladung in ein Restaurant in Bangkok ;-)

Mit dem Pickup gings dann nach der Uebergabe der Geschenke wieder weg von den Kindern in unser Camp nicht unweit des Dorfes auf den naechsten Huegel.



War ein ziemlich schoener Ort mit einer guten Aussicht auf das drum herum liegende Land.



Dort hatten wir dann auch ein paar Huetten fuer die Nacht, bzw. wer Lust hatte, konnte auch in Zelten dort uebernachten.

Am Abend durfte ich auch einem wirklich coolen Brauch in Thailand beiwohnen. Die hatten naemlich Ballons aus Papier mit sich unter denen man ein Feuer entzuendet hat und die dann, nachdem sich die Luft in ihnen genuegend erwaermt hat, aufgestiegen sind. Da es bereits dunkel war, war das wirklich schoen anzusehen wie um einen herum die Ballons aufgestiegen sind.



Nach Brauch der Thais haben dann alle Leute dort den Ballon kurz vor dem Abheben noch beruehrt und dann in den Himmel aufsteigen lassen. Damit sollen alle schlechten Dinge und vor allem Pech vom Ballon mitgenommen werden. Dumm war es nur, dass um uns herum ziemlich grosse Baeume standen in denen sich so mancher Ballon gleich nach dem Start wiedergefunden hat. Was das nun zu bedeuten hat wollte mir kein Thai erklaeren :-)



Angelockt von den vielen Lichtern sind dann auch wieder die Kinder von den Bergbewohnern gekommen und haben auch mit Begeisterung geholfen die Ballons zu starten.



So sah das ganze dann nach dem Start aus. Zuerst dachte ich, dass die Ballons kurz nach dem Start wieder erlischen und abstuerzen, aber die haben bestimmt so ne Stunde ausgehalten und daher war auch der Himmel um uns rum voller Lichter, die sich langsam entfernt haben. Wirklich schoen anzusehen!



Naechste Woche ist dann Loykadom, speziell ein Feiertag im Norden Thailands, zu dem, wie sie mir schon jetzt alle erzaehlen, wohl tausende solcher Ballons ueberall zu sehen sind.

Viele hat aber dieses Schauspiel ganz kalt gelassen und die haben so ne Art Pokerspiel gezockt. Dabei gings um wirklich nicht wenig Geld, selbst fuer europaeische Verhaeltnisse. Der eine hat z.B. den Abend 6000 Baht, sprich 120 Euro verzockt und mir das auch noch mit nem Laecheln erzaehlt!



Den naechsten Morgen ist dann auch noch ein Moench vorbeigekommen, der fuer die doch weitlaeufige Gegend dort auf einem Pferd unterwegs war. Normalerweise ziemlich unueblich, wenn nicht streng genommen in deren Glauben verboten, aber anders gehts halt nicht in dieser Region. Der Moench ist auch ueberall bekannt und wurde von der Gruppe mit Geschenken ueberhaeuft.



Auf dem Rueckweg gings dann auch ein wenig besser und schneller. Die Fahrer hatten sich so langsam an die Strassen gewoehnt. Gut das ich auch mein Handy mit dabei hatte, denn die Telefonzellen waren nicht so einladent. Fuer Deutschland haette diese Firma wohl ihren Namen aendern muessen :-)



Naechstes Ziel war dann auch schon Mae Sai ein Grenzort zu Myanmar, wo die Leute von mir billig einkaufen wollten. Da aber fuer mich die Einreise ein wenig kompliziert und vor allem kostspielig ist, bin ich in Thailand geblieben und hab mich statt dessen naechst zum Grenzfluss in ein Kaffee zum chillen gesetzt.
Hatte von dort den besten Ausblick auf die Grenzbruecke und das dahinter liegende Myanmar, wie auf dem naechsten Bild zu sehen ist.



Eigentlich wollte ich ja ein wenig shoppen gehen, aber dort hat sich dann ein ziemlich interessanter Gespraechspartner aufgetan. Ein Admiral der thailaendischen Marine, der auch wies der Zufall so will den Onkel meines Betreuers hier kennt, den ich 2 Wochen zuvor kennengelernt habe. Also wirklich voll der Zufall!
Daher vergingen die 2 Stunden wie im Flug.

Hier ein Bild von der Tochter des Organisators wie sie Leckereien von Myanmar isst.



Naja wenn man genau hinsieht kann man erkennen was es wohl ist. Es sind naemlich fritierte Raupen, eine Delikatesse fuer viele Thais.



Ich hab lediglich 2 oder 3 von denen probiert. Haben jetzt nicht sonderlich gut geschmeckt, vielmehr hatten sie keinen Geschmack.



Besser war dann schon die fritierte Schweinehaut. Allerdings hatte ich davon schon nach 3 bis 4 Chips genug vom vielen Fett. Leider habe ich keine Bilder davon! Das waer mal die richtige Leckerei fuer den Tobi!

Noch schnell ein letztes Foto vom noerdlichsten Punkt in Thailand und auf Richtung Heimat.



Zwischenstopp wurde dann in einem ziemlih bekannten und auch einer fuer mich schoensten Tempel Thailands gemacht. Den hat ein ziemlich bekannter Kuenstler dort spendiert!

Wenn man ihn betritt, kann man allerdings nur ahnen, dass es sich um einen Tempel handelt. Die Haende dort wirken ziemlich bizarr und passen mal so garnicht in das Bild eines buddhistischen Tempels.



Dafuer war der Rest wirklich schoen!





Das Gelaende dort hat nicht nur diesen Tempel gehabt, vielmehr waren dort bestimmt 4 oder 5, teilweise noch im Bau oder bereits fertiggestellt.
Die Toilette ganz in gold ist ziemlich bekannt und soll auch mal das letzte Bild in meinem Bericht sein.



Alles in allem ein wirklich gelungener Trip in den Norden Thailands. Hab dort innerhalb der zwei Tagen dort ziemlich viel gesehen und wieder einmal viele Leute kennen gelernt, deren Namen ich natuerlich nicht mehr parrat habe :-)

Im Moment befinde ich mich noch in Chiang Mai, werde aber in der naechsten Stunde mit meiner Gruppe hier zum Busbahnhof gehen und den Trip nach Lao antreten. Geplant ist eine Bootsfahrt auf dem Mekong River und dann ein Tag Aufenthalt in der alten Hauptstadt Laos in den Bergen. D.h. macht euch schon mal in der naechsten Woche auf einen Bericht darueber gefasst!

Muss jetzt aber noch schnell meine Sachen hier noch packen. Machts gut und bis bald!

Stephan

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Dienstag, 6. November 2007
Mal ein ganz anderes Wochenende, so ganz ohne IAESTEs im Nordosten Thailands
Sawadie Krap, สวัสดีครับ heute mal in Thai von nem Kollegen aus dem Buero,

diesmal gleich am Anfang der Woche einen kleinen Bericht uebers Wochenende bevors wieder so ein Marathon wie das letzte Mal wird!

Dieses Wochenende war das erste in Thailand, das ich ohne IAESTE-Studis verbracht habe, daher auch weniger Sight-Seeing, keine Wasserfaelle und auch keine Straende. Tempel natuerlich ausgenommen, die gibts ueberall hier in Thailand und an denen kommt man einfach nicht vorbei.
Normalerweise wollte ich ja das Wochenende das erst mal in Lampang verbringen und mich hier ein wenig umschauen. Hier gibts naemlich auch einiges zu sehen, wie z.B. heisse Quellen, so ne Art Geysir, einen schon lange erloschenen Vulkan, aber auch ein Elefantencamp, sowie Hoehlen sind gleich um die Ecke.
Da mich aber mein Betreuer hier gefragt hat, ob ich nicht mit in den Nordosten Thailands kommen will, um dort seine Familie zu treffen, hab ich kurzerhand meine Plaene geaendert. Ich hab ihm naemlich schon das letzte mal ne Absage erteilt, da zur gleichen Zeit mein Kambotscha-Trip war, ausserdem wann bekomme ich sonst einmal die Gelegenheit in den Osten von Thailand zu reisen und zu sehen, wie dort die Leute leben!

Gesagt getan, gings dann am Freitag um 13Uhr schon los nach Loei, wo seine aeltere Schwester lebt. Dazu muss gesagt sein, dass er mehrere Geschwister hat, ganze 9 Stueck an der Zahl, d.h. eine riesen Familie. Nach Thai Tradition pflegt er nicht nur diese ziemlich regelmaessig zu besuchen, sondern auch seine Cousinen und Cousins. D.h. er ist jedes WE unterwegs und das artet schon fast in Arbeit aus. Nach Loei z.B. waren es 500 bis 600 Kilometer einfach und das war nur die erste Station am WE. Dort gings durch ziemlich bergiges Gebiet so ca. fuer 6 bis 7 Stunden. Die Landschaft war anfangs noch ziemlich interessant fuer mich,



aber nach 3 Stunden wollte ich nur ankommen. So manches Gefaehrt war dann wieder einmal eine willkommene Abwechslung. Dies hier ist z.B. typisch fuer laendliche Gegenden. Ist eine Art Traktor und Auto zugleich fuer die Bauern dort und man sieht die an jeder Ecke. Ohne Kabine geht das auch nur in waermeren Laendern, der Sinn fuer Sicherheit ist hier noch nicht so ausgepraegt, daher auch keinen Ueberrollbuegel!



Angekommen in Loei sind wir nur kurz bei der Schwester von Sunya geblieben, um unsere Sachen abzuliefern. Danach gings, wie ich anfangs erst dachte nur kurz zum Essen oder auf den Nachtmarkt von Loei. Tja, falsch gedacht! Wiedergefunden habe ich mich in einem Restaurant in einem Hinterhof inmitten von Verwandten von Sunya. Dummetrweise hatte ich meine Digicam nicht dabei, daher kann ich mit keinen Bildern aufwarten. Dafuer haben die Thais genug von mir den Abend, sowie ein paar Minuten Videomaterial. Dort hat naemlich ein Neffe Sunyas, oder wie Freunde ihn zu nennen pflegen Tdao, seine baldige Ernennung zum Moench gefeiert. D.h. naechsten Tag wurde er zum Moench geweiht, oder wie auch immer das in Thailand passiert. War dabei nicht anwesend, da ich meinen Rausch ausgeschlafen habe :-) Nach der mir mittlerweile bekannten Runde den Thais die Haende schuetteln, nein das tut man dort nicht, vielmehr faltet man die Haende wie zum Gebet und legt sie je nach Status des anderen an die Brust, ans Kinn oder gar an die Nase, das Obere ist dabei fuer Moenche bestimmt, bin ich dann inmitten von Bruedern Sunyas gelandet, die natuerlich testen wollten, ob sie mit einem Deutschen in Sachen Trinkfestigkeit mithalten koennen. Gesagt getan habe ich zusammen mit Tdao, neben den ganzen Abend essen, so ca. 8 Flachen Bier jeweils 650ml vernichtet. Also war schon ordentlich was und selbst ich hab gut was gespuert. Wie sich Tdao gefuehlt hat kann ich nur ahnen, zumindest hat er als Fahrer noch den Weg heim gefunden :-) War echt ne Leistung fuer ihn!
Am naechsten Tag gabs dann ein kleines Katerfruehstueck vor dem Haus seiner Schwester. Vielmehr waren das fuer mich erst suess wirkende Teilchen, d.h. Backwaren, die dann letztendlich doch mit Fleisch und Zwiebeln gefuellt waren, aber trotzdem suesslich geschmeckt haben. Bin dann wieder auf meine Bananen bzw. Mango umgestiegen ;-) Der Platz vor dem Haus war ziemlich chillig, so unter Palmen und bei Sonnenschein.



Auch war die Familie ziemlich nett. Die Tochter namens Ning von Tdaos Schwester und Ehemann Aet konnte ziemlich gut Englisch sprechen, aber auch mit ihrem Vater Aet konnte man sich gut unterhalten. Hier mal ein Bild kurz vor unserem Aufbruch nach Chaiyaphum zu Tdaos Elternhaus.



Gegen Samstag Mittag waren wir dann auch wieder auf der Strasse zu finden, allerdings “nur” 2,5 Stunden. Gewoehne mich hier echt langsam schon daran, dass 1 Stunde Fahrt gar keine Distanz ist, wenn muessen das schon mindestens 3 oder 4 Stunden sein :-)
Immerhin hat die Landschaft einiges hergegeben.



Das Haus von Tdaos Familie war dann endlich erreicht,



und uns blieb ein wenig Zeit zum Ausruhen. Vielmehr hatte sich Tdao auszuruhen, ich war ja eher passiv unterwegs und bin zeitweise auch eingeschlafen. Das naechste mal, wenn wir dorthin fahren darf ich aber auch mal ne Stunde oder laenger hinters Steuer, um ihn ein wenig zu entlasten. Fuer anfang Dezember habe ich naemlich zugesagt wieder mit Tdao zu Besuch zu kommen. Das ist Tdao wie er sich gerade von der Fahrt erholt.



Im Hintergrund sind Kokosnusspalmen zu sehen. Die sind es dort gewoehnt, wie wir halt einen Obstbaum im Garten haben, Palmen und Bananenstraeucher dort stehen zu haben. Auch gabs dort Papayas und Mangos frisch aus dem Garten, hat was!!!

Nach einer kurzen Pause sind wir dann auch gleich aufgebrochen Tdaos Bauernhof zu sehen. Wiedergefunden hab ich mich aber erst einmal bei seinem Onkel gleich um die Ecke. Der plant naemlich einen Resort fuer Touristen aufzubauen, vielmehr befindet er sich schon mitten im Bau. Nachdem er naemlich als General aus der Marine Thailands ausgeschieden ist hat er sich ein “Hobby” fuer den Ruhestand gesucht.
Ich fand die Anlage von ihm ziemlich ansprechend! Er hat sich dort, ziemlich gut zugaenglich an einer grossen Strasse gelegen, ein Stueck Land gekauft und sich dort gleich wenn man durch das Eingangtor kommt eine kleine Drivingrange einrichten lassen. Nach einem See mit Pavilion steht dann auch sein Feriendomizil...



und in dem Bambuswald dahinter finden sich 5 Bungalows fuer jeweils 2 Personen Platz wieder.



Wirklich jetzt schon ein schoenes Plaetzchen, das Ende Januar naechsten Jahres in Betrieb genommen werden kann. Eine Einladung dorthin hab ich natuerlich auch bekommen, aber wer weiss ob ich die jemals wahrnehmen kann. Ist naemlich ein wenig abseits der gewoehnlichen Touristenpfade, wohl eher fuer thailaendische Touristen ausgelegt. Allein wegen des Onkels wuerde sich aber der Trip lohnen! Er ist eine sehr angenehme und aufgeschlossene Person, sowie auch an deutscher Kultur interessiert. So hat er sich z.B. an seinem Haus im Resort fuer Thailand eher unuebliche Blumenkaesten installieren lassen.

Danach gings dann aber zu der versprochenen Farm von Tdao und die war echt riesig! Hatte ja anfangs nicht fuer moeglich gehalten, dass die Zahlen von 100000 Huehnern und 1000 Schweinen stimmen koennen, aber nach dem Besuch glaub ich das doch einmal. Der hat sich da innerhalb der letzten 5 Jahre eine ziemlich grosse Farm zusammen mit seinem Bruder aufgebaut. Hier mal ein Bild der Gefluegelfarm.



Insgesamt sind das 5 riesige Hallen mit jeweils so ca. 20000 Huehnern Kapazitaet, die im grossen Stil dort gemaestet werden, um dann nach ca. 50 bis 60 Tagen groesstenteils ins europaeische Ausland verkauft zu werden. Danach stehen zwecks Reinigungsarbeiten und Praevention von Vogelgrippe die Genaeude einen Monat leer, daher auch nur ein Bild von Innen, so ganz ohne Huehner.



Im Gegensatz zur Gefluegelfarm ist die Schweinefarm noch nicht fertiggestellt. Hier befindet sich noch einiges im Bau, geplant ist die Erweiterung von 1000 auf 4000 Schweine. Daher siehts da auch noch ziemlich wiest aus, da inmitten der Baustelle natuerlich schon die vorhandenen Gebaeude landwirtschaftlich genuzt werden. Hier planen Tdao, sein Bruder Nui und ein Cousin Beckham genannt den Verlauf der baldigen Strasse in die Farm.



Das Gebaeude ganz hinten in vorherigen Bild ist hierbei das neue fuer die Mutterschweine (MaeMooooh ;-) ) Hier entsteht alles noch in richtiger Handarbeit, so wurden z.B. die Gitterteile im naechsten Bild nicht, wie in Deutschland ueblich, zugekauft, sondern alle vor Ort gebogen und zusammengeschweisst. Auch muss man sich hierzulande nicht allzu grosse Sorgen um die Temperaturen machen, vielmehr mehr um ausreichende Kuehlung, weswegen grosse Ventilatoren an der Stirnseite der Gebaeude vorgesehen sind.



Hier auch mal ein paar Eindruecke wie es da spaeter ueberall aussehen wird.



Hier sind die Schweine dann auch schon von den Muettern getrennt und werden bereits gemaestet.



In Zukunft ist auch noch eine Biogasanlage zur eigenen Stromerzeugung vorgesehen, sowie eine Erweiterung des Betriebes in die umliegenden Felder. Also echt grosses Buisness, in der Tdao und sein Bruder, gelernter Tierarzt, nur noch als Verwalter fungieren werden. Fuer die ca. 5 bis 10 Angestellten wird natuerlich ein Haus im Farmgelaende errichtet, kostet ja in Thailand nichts! Trotzdem muss mein Betreuer fuer thailaendische Verhaeltnisse ein richtig reicher Mann sein, trotzdem er sich in Bescheidenheit uebt.

Den Abend gings z.B. nach dem Farmbesuch zu einer Versammlung in einem Tempel. Er hat mich dort einfach mit hin geschleppt, in dem Glauben lassend, dass wir dort den Tempel seines Dorfes anschauen wollen. Dem war dann halt nicht so! Die Versammlung hat dann doch ganze 2 Stunden gedauert, in denen ich bis auf teilweise das Wort Farang (Bezeichnung fuer westliche Auslaender) nichts verstanden habe. Da ging es irgendwie darum, ob doch ein alter schon ziemlich vom Zahn der Zeit geplagter Tempel an einer neuen Stelle platziert werden soll, oder doch als antiker Tempel dort belassen und statt dessen restauriert werden soll. Mir wurde dazu eine Diskussion versprochen, erlebt habe ich viele Reden einzelner Personen und einen ploetzlichen Applaus. Danach war dann die Sache beschlossen!? Wie die dabei abgestimmt haben, hab ich nicht herausfinden koennen, jedenfalls bleibt der alte Tempel dort stehen wo er bereits steht. Auf dem kommenden Bild sieht man einen Ueberblick ueber das Gelaende dort. Der alte Tempel im Fordergrund des Neueren und im Hintergrund bereits ein noch neuerer Tempel im Bau.



So sah der dann auch von Innen aus.



Nach kurzen Besuchen bei Tdaos Lehrern aus seiner Schulzeit und diversen anderen Personen, sowie Kindern, die mich mit grossen Augen bestaunt haben, gings dann noch einmal kurz bei seinem Elternhaus vorbei, seiner dort lebenden Schwester nebst Bruder mit Familie lebewohl zu sagen.

Der Heimweg ging diesmal wieder ueber ziemlich huegeliges Terrain und steilen Berge. So einige kurriose Augenblicke waren auch diesmal wieder dabei. So werd ich den Anblick denk ich nicht mehr vergessen, wie sich der voellig ueberladene von Bueffeln ueberquellende LKW die Berge hochgequaelt hat. Aber irgendwie funktioniert hier in Thailand trotz teilweise schlechten Gefaehrten doch alles!!!



Ein letztes Bild, on dem sich die Sonnenstrahlen gerade noch durch die Wolken kaempfen



und dann wurde es auch schon Nacht und ich war wieder zurueck in Lampang, Schlaf tanken fuer die naechste Arbeitswoche. Zurueckgelegte Kilometer das WE schaetzungsweise 1400 Kilometer, also Standard :-)

Naechstes Wochenende stht dann der Trip von Egat aus in den Norden Thailands aus, wo geplant ist mit armen Kindern aus der Region dort 2 Tage lang zu campen und denen diverse Sachen fuer die Schule zu schenken. Mal sehn was das wird.
Auch hab ich ja die Woche drauf wieder mal eine Woche frei, allerdings noch ncht so recht den Plan, was ich da machen werde. Evtl. Schau ich aber mal in Chiang Mai bei den anderen IAESTE Studenten vorbei, oder werde einfach mal mit meinem erst heute neu erstanden Roller meines Betreuers die Gegend hier ein wenig unsicher machen.
Auch hat man mir angeboten naechstes verlaengertes Wochenende mit einer Abteilung von EGAT, sprich 40 Mann, an einen 4 Tages Trip nach Laos teilzunehmen. Da die Firma wohl ziemlich alles, wahrscheinlich bis aufs Visa, uebernimmt, werde ich dort wohl zusagen. Zeit hab ich ja und Laos wollte ich eh mal gesehen haben.

Muss mir hier also keine Sorgen machen, dass es mir langweilig wird. Das naechste mal kommt vielleicht mal ein Bericht von unter der Woche, d.h. von Eindruecken der Arbeit und meinen Freizeitbeschaeftigungen nebst der Arbeit unter der Woche.

Lasst weiterhin was von euch hoeren und natuerlich schoene Grusse an das hart arbeitende Studentenvolk, sowie die ohnehin fleissig verdienenden Leser meines Blogges!

Pum ni pop gan, cu tomorrow, Stephan

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Donnerstag, 1. November 2007
Kambutscha und Koh Chang, nein keine Fantawerbung
Gruess Gott nach Deutschland, ich bins mal wieder aus Thailand,

die Zeit vergeht einfach zu schnell hier, der erste Monat ist rum... Wollte mich eigentlich schon laengst mal wieder gemeldet haben, aber der letzte Trip war einfach zu lang und erlebnisreich, als dass ich innerhalb von ein zwei Tagen alles hier veroeffentlicht bekomme. Aber keine Angst die meiste Zeit ging eigentlich fuer das Hochladen der Bilder drauf und weniger fuer die Schreibarbeit!

Hier erst mal die Kurzfassung, dann koennen die Lesefaulen die restlichen Seiten nur noch die Bilder anschauen, die sollten alleine auch genug rueberbringen.
Diesmal gings nach Kambotscha, in Thai fast ziemlich genauso, naemlich Kambutscha, wenn das mal kein Land fuer den Tobi waer :-) Nur essen die da nicht mit dem grossen Loeffel, sonder wohl eher, wenn nicht mit Staebchen, mit dem kleinen, da es wohl eines der aermsten Laender weltweit ist. Noch vom Buergerkrieg gebeutelt wirds aber von Jahr zu Jahr besser, hat man uns zumindest gesagt, aber trotzdem sind noch gut die Spuren dessen erkennbar. In den Reisfeldern nahe der Strasse z.B. warnen alle paar Kilometer Schilder vor Landminen, auch wird mit grossen Plakaten zur Zerstoerung von Waffen aufgerufen und Menschen mit Kriegswunden wie fehlenden Gliedmassen und Brandwunden sieht allgegenwaertig.
Ups. Ich wollte mich ja kurz fassen... Kambotscha hat mir sehr gut gefallen und ich habe dort unterschiedlichste Einblicke in das Land bekommen. Seis die Armut dort, aber gleichzeitig ne komplett andere Welt nahe der Touristengebiete und nicht zu vergessen die einfach nur atemberaubenden Tempelanlagen von Angkor Wat vergangener Zeiten. Der glueckliche Zufall, dass ich dort mit einer Gruppe von 8 Leuten unterwegs war, vorallem, dass eine Person davon eine thailaendische Professorin war, hat das Reisen ziemlich erleichtert und auch fuer meinen schmalen Studentengeldbeutel so einiges moeglich gemacht. Danach d.h. Nach 4 Tagen Kambotscha gings dann noch auf ne Insel oestlich von Bangkok, meine erste in Thailand und war einfach nur schoen dort. Ihr Name ist Koh Chang, sprich Elefanteninsel, aber leider ohne Elefanten, zumindest hab ich keinen dort gesehen. Hab dort auch ein wenig Farbe bekommen, allerdings waren 3 Tage nicht genug sich auszuruhen, da wir ja auch was sehen wollten.
Heimwaerts gings dann noch ueber Bangkok auf nen ziemlich grossen Markt, den Chatuchak Markt und in den Zoo, um anschliessend mit dem VIP Bus wieder in den Norden zu gelangen, puenktlich am Montag morgen, Arbeitsbeginn. Die Woche hab ich dann zum erholen gebraucht, immer dieser Freizeitstress :-) Hab alles gut ueberstanden und mir gehts nach wie vor sehr gut hier.

Jetzt aber zur Version mit den Bildern zum Durchscrollen.

Wie gesagt wir waren mit einer Professorin unterwegs. Sie unterrichtet in Chiang Mai, ca. ne Stunde von mir entfernt, Architektur und scheint ueber ganz Thailand verstreut Geschwister zu haben, wie ich waehrend unserem Trip feststellen konnte.
Denn nachdem ich in Bangkok angekommen bin und der Rest der Truppe am Busbahnhof eingetroffen ist, gings gleich weiter mit dem Bus zu ihrer Schwester, die genau an der kambotschanischen Grenze ein Haus hat.



Und zwar ein ziemlich imposantes Haus. Komplett auf Stelzen gestellt, wurde der erste Stock gleichsam als Autogarage und als offenes Wohnzimmer fuer tagsueber genutzt, so richtig zum Chillen mit Haengematten und Schaukelstuhl. Das Haus hatte auch eine Art Terasse, die allerdings ueberdacht war und auf dem oberen Bild links von den Baeumen verdeckt wird. Optimal zum Grillen und genuetlich ein Bierchen schluerfen, was wir natuerlich dann auch gleich den ersten Abend gemacht haben.



Diesmal war ich mit ner Gruppe von Studenten aus Chiang Mai unterwegs. Wo in Bangkok fast alle IAESTE-Studenten aus Deutschland kommen, so ist in Chiang Mai das meist vertretene Land Ungarn. Desweiteren einer aus der Slowakei und ein vor 4 Jahren IAESTE-Student gleich in Thailand gebliebener Ami, ein Oesterreicher und ein Ungar, der in Tokio studiert und sich fuer 2 Wochen Urlaub genommen hat, um sich uns und seinem Kumpel anzuschliessen.
Die Gastgeber, der Mann ganz in gelb und die Frau in rot, waren super nett und haben sich wirklich herzlich um uns gekuemmert, obwohl sie uns garnicht kannten. Nach einem schoenen Abend dort gings dann ganz frueh am Morgen, um den Massen am Grenzuebergang zu entkommen, auf der Ladeflaeche deren Pickups zur Grenze nahe der Stadt Poipet.



Die Formalien hatten wir bereits einen Tag zuvor erledigt, so dass alles recht unkompliziert ueber die Buehne ging und wir mir nichts dir nichts in Kambotscha standen, wo sich erst einmal eine komplett andere Welt aufgetan hat.



Die bereits fuer uns reservierten Taxis haben uns dort schon erwartet und es ging los mit unserem Kambotscha Trip! Ich wurde zwar schon im Vorfeld von vielen Leuten gewarnt, dass die Strassen in nem ziemlich schlimmen Zustand sein, aber derlei schlecht haette ich nicht gedacht.



Das glich teilweise mehr einer Buckelpiste und selbst unser slalomerprobter Taxifahrer hat es nicht geschafft bei Tempo 20km/h alle Buckel zu umfahren. Mir wurde es dann so nach ner Stunde schon richtig mulmig im Bauch, denk mal vergleichbar wie Seekrank, aber nach nem Zwischenstopp und nem Bier gings wieder besser :-) Auch wurde die Strasse dann auch fuer kambotschanische Verhaeltnisse regelrecht zur Autobahn, sind satte 80km/h gefahren, allerdings zu frueh gefreut, war nur nahe ner groesseren Stadt und die Schlagloecher hatten uns wieder.



Zumindest waren wir so ziemlich die schnellsten auf der Strasse und haben so ziemlich jedes Gefaehrt ueberholt, so auch diesen Monstertruck.



Ich muss bei dem Anblick irgendwie an Star Wars denken :-) War ein echt heisses Teil und gabs vorallem in nur jeder denklichen Ausfuehrung. Seis mit 20 Personen drauf, als Busersatz, oder auch randvoll mit Ladung, vergleichbar mit dem PickUp im naechsten Bild. Der war echt klasse!!!



Entschuldigt ein bisschen die schlechte Qualitaet der Bilder, aber die meisten sind bei holbriger Fahrt, Staub, dreckiger Scheibe und ner Reaktionszeit von ca. 10 Sekunden meine Kamera rausholen, entstanden. So kann man auch nur erahnen, was das Motorrad auf dem naechsten Bild wohl so transportiert. Wenn mans weiss gehts. Es muessten so ca. 20 bis 30 Huehner sein, die alle kopfueber an ner Stange hinter dem Fahrer herumbaumeln :-)



Aber es gab noch Kurioseres ;-) Mein absolutes Favoritenbild und ich bin verdammt stolz dieses so erwischt zu haben. Musste dafuer den Fahrer sogar mal zum langsamer Fahren bringen.



Meineserachtens muessen die bereits tot gewesen sein, aber ich wuerde nicht meine Hand dafuer ins Feuer legen. Die Ferkel, die wir dann auf unserer Rueckreise gesehen haben waren jedenfalls lebendig, hattens aber nicht sonderlich gemuetlich in ihrem Transportbehaeltnis.



Hier auch noch mal 2 Bilder von den Maerkten am Strassenrand. Das erste davon zeigt das wohlbekannte kambotschanische Stockhuhn.



Und hier noch nen kleinen Einblick in nen typischen Markt dort. Irgendwie schaffen sies aber trotzdem die Waren einigermassen sauber zu halten, konnte mich jedenfalls nicht ueber meine Ananas beschweren.



Endlich nach 5 Stunden Fahrt fuer ca. 120 Kilometer ging es, da es noch hell war, gleich weiter zu einem See suedlich von Siem Reap. Dort haben uns gleich Kinder abgefangen die 5 Armbaender fuer nen Dollar verkaufen wollten und einfach nicht locker gelassen haben. Ich glaub letztendlich hat da jeder um seine Ruhe zu haben ein paar gekauft, allerdings mit der Wirkung, das nur noch mehr Kinder hinzugekommen sind :-) Haben uns dann auf ein Boot gerettet und sind zu ner Insel auf dem See aufgebrochen.



Da hat uns dann das gleiche Bild erwartet, nebst Studenten die, um ihr Englisch zu verbessern, auch dort zu finden waren. Waren ganz nette Gespraeche, nur lief es bei allen auf das selbe hinaus. Sie wollten ne finanzielle Unterstuetzung, weil wir doch die reichen Westler sind. Irgendwie schade, dass sie in uns nur ne Art Geldquelle gesehen haben, aber wer solls ihen uebel nehmen, immerhin haben wir die noetigen Mittel ihr Land zu bereisen und wenn ich die protzigen Hotels in der Stadt gesehen habe, dann koennen die garnicht anders ueber uns denken. Wir haben uns dann mit nem weniger teuren Hotel zufriedengegeben.



Fuer 3 Dollar die Nacht, d.h. umgerechnet ca. 2 Euro konnte man nichts sagen. Die Zimmer waren sauber, es gab sogar ne Klimaanlage gegen ein wenig Aufpreis, aber der Ventilator hat auchgereicht, und das Wichtigste, wir hatten nur 10 Minuten zu Fuss in die Stadt. Sicher wars natuerlich auch dort, nachdem dort dezent gefaehrliche Dinge verboten wurden :-)



Auch wars kein Problem seine eigenen Sachen dorthin mitzunehmen, so dass unser erster Abend in Kambotscha ein ziemlich langer wurde und wir natuerlich alle wohlausgeruht den naechsten Tag fuer die Tempel von Angkor Wat hatten.



Ich glaub auf dem Bild sieht man mir am wenigsten meine nur 4 oder warens doch 5 Stunden Schlaf an. Das war unser erster Tempel der Ta Som Tempel. Das war der Aeusserste der Tempel in der Tempelanlage und wir sind dorthin ziemlich lange gefahren. Der Tempel war schon gross und ein wenig stark zerfallen, aber irgendwie hatte ich mir das noch gewaltiger vorgestellt. Allerdings war das erst der Anfang und im Nachhinein betrachtet haben wir uns von Tempel zu Tempel gesteigert mit Angkor Wat als Hoehepunkt.



Am naechsten Tempel blieb dann auch ein wenig Zeit zum Ausruhen, das war der Pre Rup Tempel, ein ziemlich grosser Tempel, der wie ne Hochzeitstorte 3 oder waren 4, ich weiss nicht mehr so recht, Ebenen hatte. Das Bild ist mein ich aud der obersten entstanden.



Hier siehts man den Tempel noch von unten. Das Bild mit dem Polizisten hat ne ganz lustige Geschichte. Eigentlich wollte er garnicht mit aufs Bild, er hatte nur versucht mir seine Marke und andere Dinge, die er bei sich hatte, als Souvenir anzudrehen. Seine Uniform wollte er mir aber nicht verkaufen :-)



Nunja, die vorherigen Tempel waren eher freistehend, wir hatten aber alle ein Bild im Kopf von einem Tempel, der so langsam vom Urwald wieder zurueckerobert wird. Mit dem Ta Prohm Tempel haben wir dann genau so einen gefunden. Hier gab es Baumriesen, die in Mitten des Tempels wachsen und ihre Wurzel ueber Mauern und sogar in die Mauern der Tempel hineintreiben. Ein echt cooler Anblick! Der Tempel hat mir eigentlich am besten gefallen!



Das ist so ne Art Wuergefeige, die den Baum unter sich nur zum Erreichen der oberen Baumschicht braucht und dann diesen gaenzlich zerstoert. Fiesse Pflanze!!! Aber schoen anzusehen...



Danach gings nach Angkor Thom, eine Art Stadt mit Stadtmauern und vielen Tempeln inside. Den Haupttempel den Bayon Tempel haben wir uns rausgepickt. Der gleicht einem riesen Steinklotz mit vielen Tuermen und langen katakompenaehnlichen Gaengen.



Auch hat er viele Tuerme, die sogenannten Gesichtstuerme, die ihrem Namen entsprechend, in alle 4 Himmelrichtungen verschiedene Gesichter aufweisen. Die sind echt riesig und teilweise noch wirklich gut erhalten. Auch sind sie sehr detailliert, was ueberhaupt in fast alen Tempeln ziemlich auffaellig war. Da gab es fast keinen Stein, der nicht irgendwo ein Ornament hatte, das muss so richtig Arbeit gemacht haben



Hier ein Tor des Angkor Thoms, wohl das Bekannteste, das Suedtor.



Noch schnell ein wenig auf politisch gemacht und auf zum Endspurt dem Abgkor Wat.



Das Bild hat sich dann uns auch aus der Ferne aufgetan.



Auch hier wieder ueberall Verzierungen. Hier wars echt am Extremsten, da gab es einen Gang, so ne Art Kreuzweg, rund um den Tempel, der komplett mit einer fortlaufenden Bildergeschichte versehen war. Aber mit so richtig vielen Details und Kilometerlang. Die ganze Anlage hat naemlich ne Grundflaeche von 1500 x 1300 Metern, also wirklich gross!!!



Auch hab ich hier wieder einen vom Wachpersonal zu nem Bild mit mir bringen koennen. War ne ziemlich steile Treppe, die normalerweise gesperrt ist.



Auch hab ich die ueberall in Stein gehauenen Taennzerinnen in echt angetroffen. Zuerst eine, die einen Pfau darstellt...



... und dann den Rest der Taenzerinnen, auch Apsaras genannt.



Noch ein abschliessendes Gruppenphoto – nicht unbedingt leicht, aber mit 20 Sekunden Selbstauslloeser ziemlich ungefaehrlich machbar - auf nem Seitentempel...



... natuerlich auch noch eins mit mir vor der ganzen Geschichte und weiter gings zum kroenenden Abschluss auf den hoechsten Punkt der Tempelanlage, den Sonnenuntergang anschauen.



Der Tempel dazu hiess Phnom Bakheng. Da der Himmel den Tag aber ziemlich bewoelkt war hat man leider nicht so schoene Bilder machen koennen. Deswegen auch nur ein Bild mir ner Gruppe Maedels aus Kambotscha. Ist doch aus was!



So nun war auch dieser Tag rum und wie soll es anders sein, wenn man mal in Kambotscha ist, was macht man da. Extrem-Tepmel-Anschauen!!!
Den Namen von diesem weiss ich garnicht mehr, der war aber ganz lustig, da er ziemlich hoch einfach auf nen Felsen draufgesetzt wurde. Das ganze Innere wird dabei von einem in den Felsen eingehauenen, liegenden Buddha ausgefuellt. Muss ganz schoen viel Arbeit gemacht haben!!!



Gut, dass ich da noch rechtzeitig gekommen bin, um zu stuetzen und nen Stein unterzulegen :-)



Schnell noch ein Steckenhuhn und einen Katzenfisch zur Staerkung gekauft, gings dann zu dem gemuetlichen Teil ueber.



Chillen am Wasserfall war nun angesagt. Dort gabs dafuer eigens angefertigte Huetten, ausgestattet mit Haengematten, echt klasse Geschichte.



Zur Staerkung gabs dann auch noch eine leckere Sojamilch aus der Dose. Ich hab sie gerade so geschafft und ziehe erneut meinen Hut vor Thomas, dem B-Wertung Athleten, Respekt!!!





Da war spaeter das am Wasserfall Rumsitzen und in diesem Baden schon angenehmer.



Das Wasser ist da ca. 20 Meter in die Tiefe gestuerzt und man kann sich garnicht vorstellen was das fuer ein Wind dort unten war. Selbst aus 10 Meter Entfernung konnte man nur schwer in Richtung des Wasserfalls schauen und nach wenigen Sekunden war man pitschenass.



Den Abend gings dann noch ein wenig in die Stadt, Siem Reap unsicher machen, um dann den naechsten Tag, mittlerweile wars auch schon Mittwoch, wieder die Rueckreise nach Thailand anzutreten. Mensch hab ich mich auf die Fahrt gefreut!
Wir haben dann noch kurz einem Dorf oder fast schon Stadt mitten auf einem riesen See, namens Lake Tonle, einen Besuch erstattet.
Anfangs sah das noch ziemlich ueberschaubar aus...



aber das war wirklich riesig. Dort gabs wirklich alles. Hier z.B. eine Schule



mit angrenzendem Basketballfeld, schwimmend versteht sich!



Sogar eine Kirche haben wir dort gefunden!



Hier ein Blick in eine Krokodilfarm.



Die war an einem Restaurant vertaut, auf dem man auch gleichzeitig Souvebires kaufen konnte, sowie einheimische zu Gesicht bekam. Man beachte die Kette des Kindes in der Mitte!



Selbst auf dem Wasser unterwegs war man nicht sicher. Da wurde unser Boot regelrecht geentert, nur um uns Getraenke oder Obst verkaufen zu koennen.



Das wars dann aber in Kambotscha. Die Fahrt zurueck war nicht ganz so schlimm, man gewoehnt sich echt an alles, denn die meiste Zeit haben wir bei dem Geschaukel wirklich geschlafen! An der Grenze gabs dann noch ein lustiges Bild in Sachen Zeit. Ich wusste garnicht, dass die Zeitzonen auf 5 Minuten genau eingerichtet sind, aber man lernt ja nie aus ;-)



Nach nem wieder mal super leckerem Essen bei der Schwester von der Thai Professorin (Tew) gings den naechsten morgen mit in der Fruehe auf zu Koh Chang. Diesmal in einer neuen Besetzung, d.h. ohne Ami (Michael) und Oesterreicher (Markus), dafuer aber mit den beiden Nichten von Tew, die gerade Ferien hatten.

Hier die neue Truppe bereits auf Koh Chang.



Und ein Bild von mir an meinem allerersten Starnd hier in Thailand und ausserhalb von Europa!!!



Stand meiner Braeune liegt wohl irgenwo zwischen dem ersten von links und dem zweiten, nennt sich wohl dunkles weiss :-) Aber was solls ich hab ja noch ein wenig Zeit hier.



Jedenfalls war der Strand einfach nur weltklasse und der Ausblick auf verschiedene kleine Insel nicht unweit hatte auch was. Die zwei Huegel z.B. haben wir mit Kajaks innerhalb von 15min erreicht. Dort gabs nen echt schoenen Strand nur fuer uns!!!



Passend zum Namen der Insel, gabs dann auch das Chang Bier den Abend. Bei Thais ziemlich gefuehrchtet, da es doch was ueber 6% hat. So haben die mich alle mit Ehrfurcht angeschaut, wie ich denen das Bild gezeigt habe, dabei ist das nur 1% mehr als das andere Bier, was sie normal trinken und es ist auch noch billiger!



Bei den Temperaturen dort liess es sich dann auch schoen lange am Strand aushalten und ich hab ein paar schoene Nachtaufnahmen bekommen.





Waehrend der ganzen Zeit auf der Insel hatten wir uns 4 Roller gemietet, so dass wir einen kompletten Tag genutzt haben mit diesen die Insel zu erkunden. Die Fahrt ueber die Insel war allerdings ein richtiges Abenteuer, so gab es keine eben verlaufenden Strassen, sondern man hat die Strassen einfach so wie die Landschaft an der Kueste eben ist, naemlich nicht eben, dorthin gebaut. Fuer Biker ein richtiges Paradies. Erst einen Berg ueber Serpentinen muehsam erklimmen, um gleich darauf wieder die Bremse beim Abstieg zu plagen. War echt abenteuerlich, allerdings ziemlich langwierig bis man wohin gekommen ist.
Haben uns daher den Tag nur nen Wasserfall in der Mitte der Insel angeschaut. Dort konnte man super baden und von der Seite ohne Probleme nen Koepfer machen.



Auf einem Markt waren wir natuerlich auch. Hier gabs neben zahlreichen Souveniren auch die ein oder andern nuetzlichen Sachen. So bin ich seit dem stolzer Besitzer einer Steinschleuder und mittlerweile auch ziemlich gut im Umgang mit dieser.



Als Abschluss wollte ich noch auf der Insel den Sonnenaufgang beobachten, zumindest hab ich mir das den Abend zuvor in den Kopf gesetzt und wollte mir auch nicht die Bloese geben das dann doch nicht zu machen.
Gesagt getan, habe ich mich dann um 4:30Uhr auf einen Roller geschwungen und bin auf in Richtung Ostkueste gefahren, dummerweise lag unser Strand naemlich an der Westkueste. Naja nach 30min Fahrt und keinem Ende in Sicht, was das Erreichen der Westkueste betrifft, hat sich dann ein anderes Ende aufgetan. Ploetzlich war ohne jedliche Vorwarnung, oder vielleicht hab ich sie nur nicht lesen koennen, die Strasse zu Ende.



Normalerweise haette da ein Bruecke sein muessen, war sie aber nicht und muss wahrscheinlich nem starken Regen zum Opfer gefallen sein. Bin dann unverrichteter Dinge wieder umgekehrt und hab mir den naechst besten Strand gesucht, um dort den Sonnenaufgang abzuwarten, wo ich doch schon auf war.
War dann selbst auf der Westseite doch noch ein schoener Anblick und immerhin lag ich um 7Uhr wieder in meinem Bett, fuer 30min Schlaf, juhu!



Das war dann auch schon Koh Chang. Zurueck gings mit nem kleinen Abstecher ueber Bangkok, d.h. einen Abend was mit den IAESTEs dort machen und den naechsten Tag auf den Chatuchak Weekend Market und Dusit Zoo. Diesmal hatte ich einen VIP Bus nach Lampang, der war echt deluxe, mit nur 24 Plaetzen hatte selbst ich enorme Beinfreiheit, auch war der Service einsame spitze. Es gab sogar einnen Stop nach ca. der Haelfte der Fahrt mit einem gratis Essen, dafuer war auch der Preis ein wenig hoeher. Fuer 600Kilometer doch wirklich 12Euro, absolut pääng!!!

So nun hab ich aber heut einen Moerderblog hingelegt. Ich glaub den hat so gut wie keiner auf einmal durchgelesen, wenn ja absoluten Respekt!!!
Das war einfach zu viel fuer einen, d.h. ich muss das naechste mal einfach nur am Strand rumflaetzen, dann wirds nicht ganz so habbich...

Morgen heissts dann fuer mich wieder ab ins Wochenende, diesmal kein verlaengertes, sondern nur 2 Tage. Mein Ansprechpartner hier, der Sunya, hat mich eingeladen mit zu seiner Familie zu kommen. Die wohnen ca. 5 Stunden mit dem Auto von hier entfernt im Osten nahe der Stadt Chaiyaphum. Mal sehn was mich dort erwartet, er hat naemlich gemeint ich soll mir mal seine baldige Farm anschauen. Er plant naemlich in 5 Jahren hier auszusteigen und Farmer zu werden. Momentan beginnt deswegen gerade sein kleiner Bruder die Stallungen fuer ca. 1000 Schweine und 100 000 Huehner zu bauen. Also alles im grossen Stil und mit mir hat er da mal den richtigen gefunden. Bin schon ganz gespannt, wie das denn in Thailand aussieht!?

Zum Schluss wuensche ich euch noch nen nicht ganz so kalten Herbst und weiterhin Durchhaltevermoegen fuer meinen Blog. Waere schoen, wenn noch wenigstens ein paar Leute sich fuer das was ich hier verzapfe interessieren und sich ab und zu mal melden!

Versuch soweit es die Zeit zulaesst auch auf jede Mail zu antworten!

Euer Stephan

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