Dienstag, 16. Oktober 2007
Tigertempel und Wasserfaelle
Die Zeit vergeht und seit gestern sind nun jetzt schon 2 Wochen vergangen, in denen ich in Thailand bin! Mein Thai hat sich nicht merklich verbessert, da ich von Tag zu Tag schwanke ob ichs nun verstaerkt lernen soll oder es sich fuer die 3 Monate doch nicht lohnt. Momentan bin ich der Ansicht doch mehr lernen zu wollen. Mal sehn wies morgen aussieht :-) Die groessten Schwierigkeiten bereiten mir hier die Namen. Die hoeren sich alle verdammt aehnlich an und werden auch so komisch betont, dass es unmoeglich ist sich das alles zu merken, zumal ich auch noch jeden Tag so ca. 10 neuen Leuten vorgestellt werde oder die mich einfach ansprechen. Im Gegenzug kennt hier halt jeder meinen Namen und mir ists immer peinlich nochmal den Namen zu erfragen, mit dem Wissen, dass ich den eh nach ner Minute vergessen habe. Hoffentlich ist das nur ne Gewohnheitssache. Neuerdings lass ich mir die Namen immer aufschreiben und hab auch schon Spicker fuer die Arbeit, meine Unterkunft usw. angelegt :-)

Damit ihr mal sehen koennt an welchem Arbeitsplatz ich meinen Blog fuettere hier mal ein Bild davon.



Wenn ich mich nach links umdrehe befindet sich dort gleich die Rezeption, an der sie mir bestaendig versuchen ein paar Brocken Thai beizubringen.



Auch das Wachpersonal am Abend ist sehr interessiert an dem was ich hier so lange am Computer treibe. Meistens laeuft dann das Gespraech, wenn mans als solches bezeichnen kann, darauf hinaus, dass ich Bilder von daheim zeige. Mitterweile hab ich schon ne PowerPoint Praesentation zusammengestellt :-)

Hier noch schnell der Eingangsbereich von dem Haus, in dem ich wohne



und ein Bild von der Front, wo auch meine Wohnung drauf zu sehen ist. Die befindet sich im ersten Stock ganz rechts wo sich der Baum befindet.



Wenn ich auf dem Balkon stehe kann ich nicht weit erfernt direkt in nen tropischen Wald sehen und dahinter befindet sich ein ziemlich grosser See.



Hoert sich idylisch an, ist es aber nicht ganz, denn dementsprechen laut ist es in meinem Zimmer. Die Froesche muessen hier um einiges groesser sein als bei uns so laut wie die quaken koennen und wenn die Grillen loslegen, komm ich mir wirklich so vor, als waer meine Wohnung direkt neben nem Fussballfeld. Gestern Abend bin ich auf dem Weg zu meiner Wohnung auf einen Schmetterling gestossen, von dem ich erst dachte, dass es ein Blatt sei. Der war echt riesig drum hab ich mal meine Hand als Massstab daneben gelegt.



Fliegen konnte der aber nicht so gut, vielmehr ist der mehr gesegelt, als ich ihn von meinem Balkon hab aus starten lassen ;-) Ich konnt einfach nicht anders, als das auszuprobieren.

War auch jetzt schon 3 mal am Braunkohleabbaugebiet. Das erste mal war bereits am 2 Tag und wir haben dort gegessen. Leider hat ich da die Kamera vergessen! Dafuer hat sich letzte Woche Pi Sulla oder so aehnlich :-) Zeit genommen und ich konnte das Mining Museum besuchen, sowie von der dortigen Terasse ueber die Mine schauen.



Unten sieht man sogar den Golfplatz, den sie rund um den Abbaukrater angelegt haben. Echt keine schlechte Lage und ich werd vielleicht mal ein bisschen Golftraining nehmen, nachdem sie mir schon nen Lehrer angeboten haben. Mal sehn wies sich auf nem echten Rasen spielen laesst? Bis jetzt hatte ich nur Bekanntschaft mit dem Wiesengrund in Erlangen, wo man mehr Baelle gesucht hat, als geschlagen :-)

Eine noch bessere Sicht ueber das ganze Gelaende hatte ich aber erst heute morgen. Mein Betreuer hat mir naemlich nen Lageplan der verschiedenen Messpunkte bzgl. Luftqualitaet rund um das MaeMoh Kraftwerk gezeigt. Dabei hat er auf nen besonders hohen Punkt verwiesen, wo wohl die Aussicht besonders gut sei. Kurz nachgefragt und schwubs sass ich auch schon in nem Jeep und wir sind dort hingefahren. War echt ne klasse Aussicht und in nem Monat muss es dort wohl noch schoener sein, denn im Winter ist der ganze Berg gelb wegen der vielen Blueten.

Im ersten Bild seht ihr den Wasserspeicher fuer die Kuehltuerme und die Entschwefelungsanlage.



Blickt man weiter nach links beginnt das eigentliche freigelegte Abbaugebiet. Das schwarze, falls man es erkennen kann, ist dabei die Braunkohle.



Anschliessend sieht man auch, wie die dort terassenartig die obere Erdschicht wegraeumen, um an die Braunkohle zu kommen. Echt ne wahnsinns Erdbewegung, die da stattfindet. Bin mal gespannt wie das vor Ort aussieht, denn die letzte Woche meines Praktikums bin ich dort unten, bzw. auch in der Werkstatt, in der die Muldenlader repariert werden.



Natuerlich hab ich auch wieder was das letzte Wochenende unternommen. Diesmal gings nach Kanchanaburi, das liegt westlich von Bangkok. D.h. knappe 8 Stunden mit dem Nachtbus von Lampang nach Bangkok, dort dann nach 2 Stunden Schlaf in dem Unischlafsaal auf zur naechsten Busstation, von der aus wir dann innerhaln 2 Stunden dort waren.
Kanchanaburi wird euch nicht sagen, mir zuvor eigentlich auch nichts. Allerdings muesste es jeder kennen, da dort die beruehmte Bruecke am Kwai den Kwae Yai ueberquert. Eigentlich, wie sich spaeter dann nachlesen lies, ist das nicht die original Bruecke gewesen. Die steht bzw. stand 2 Kilometer weiter Flussaufwaerts.



Sind dann auch gleich ueber die Bruecke gepilgert. In Deutschland haette die wohl niemand betreten duerfen, denn links und rechte neben den Gleisen haben sich ziemlich grosse Luecken aufgetan und es waren keinerlei Schutzmassnahmen installiert. Zudem ist dann auch noch 2 bis 3 mal am Tag ein Zug dort drueber gefahren und die Leute muessen auf die alle 20 Meter installierten Plattformen fluechten. Ein Vorteil hatte das ganze. Denn da keine Sicherheitvorkehrungen vorhanden waren, hat man sich auch nicht so sehr auf diese verlassen, sondern hat halt einfach mehr aufgepasst. Nennt sich dann passive Absicherung :-)



Unterwegs war ich diesmal wieder mit ne ziemlich grossen Truppe. Ingesamt warens aber nicht 7, wie auf dem Bild, sondern 10 Leute.

An dem Samstag gings dann auch noch zum Tigertempel, Wat Pa Luang Tabua. Wie schon der umgangssprachlige Name sagt, war die Hauptattraktion dort, Tiger zu sehen und diese aber auch streicheln zu koennen. Fahrzeit ca. 1 Stunde, mit nem Pickup.



Bevor men den Eingang passieren konnte, musste man allerdings ne Erklaerung unterschreiben, dass im Falle eines Ungluecks, die Moenche des Tempels nicht zur Rechenschaft gezogen werden koennen. Gibt einem erst mal ordentlich zu denken, aber vor Ort sah die Situation ganz anders aus, d.h. die Tiger waren wirklich total ruhig, wie in Trance. Nachdem da schon einige vor mir sich haben ablichten lassen, bin ich dann auch an der Reihe gewesen. Neben mir immer mindestens 2 Personen, die aufgepasst haben, dass nichts passiert und ne Kette hat den Tiger ja auch von mir getrennt.



Die kleinen Tiger danach waren da noch ein Stueckchen interessanter. Die haben sie naemlich frei rumtollen lassen und die waren auch ein bisschen quirliger als die Grossen. Irgendwas muss ich wohl an meiner Hose gehabt haben, denn die fand der eine so richtig interessant.



Im Nachhinein hat man uns auch versichert, dass den Tieren keine Drogen oder Medikamente gegeben wird, sondern die alleine durch ihr Aufwachsen bei den Moenchen so ruhig werden. Dort gabs dann auch ein Gebaeude mit der Aufschrift Tiger Meditation Center, naja ob das so stimmt!?

Neben den Tigern gabs dann noch ne andere Attraktion. Wie wir naemlich von der Tigerschlucht in das Zentrum der Tempelanlage gelaufen sind, kamen ploetzlich viele Moenche mit ner Wagenladung Kartoffeln oder aehnlichem an und haben die mitten auf den Weg geschmissen. Mir nichts dir nichts waren wir dann umzingelt von Wildschweinen, Rehen, Kuehen, Pferden und was man sich sonst noch so vorstellen kann.



Zurueck in Kanchanaburi haben wir uns dann erst einmal in unserem Resort direkt am Fluss ausgeruht. Das hiess Camelia Resort und war eine total gut gepflegte Anlage mit nem eigenem Masagehaus, ner kleinen Bar zum Chillen, Kickern und Billiard spielen und nem Pool. In den 3 Bungalows lies es sich mit ner Klimaanlage auch gut aushalten und der Blick vom Balkon war auch genial. Auf dem Bild sind sogar ein paar Leute aus der Gruppe drauf (rotes T-Shirt)



So laesst sichs leben!!!





Nach dem Abendessen gings dann nochmal zur Erfrischung in den Pool, frisch machen fuer die Party danach.



Leider gabs dort keinen vernuenftigen Club, so dass wir uns mit ner Art von Biergarten zufrieden geben mussten. Hat aber trotzdem zu gereicht, dass am naechsten Tag mein Zimmernachbar, ein Norweger, erst um 10 ins Bett gekommen ist. Er ist wohl am Pool eingeschlafen, hat er vermutet :-)

Der Sonntag hat dann erst so gegen 12Uhr so richtig begonnen und um 13:30 Uhr gings dann moeglichst schnell zum Erawan National Park, da der bereits ab 16Uhr die Pforten schliesst. Ne Stunde Fahrt hatten wir ja auch noch hinter uns zu bringen. Aber hat sich gelohnt, denn wir wurden mit einigen Wasserfaellen belohnt in deren Staustufen man sogar baden konnte.



So wie wir sassen dort ueberall die Leute einfach nur im Wasser oder lagen auf eigens dafuer gebauten Liegen ueberall in dem Gebiet ums Wasser herum verteilt auf der faulen Haut.
Der Wasserlauf hat sich dort ueber 7 Stufen eine Schneise durch den Wald gebahnt und es sind natuerliche Becken direkt unter den Wasserfaellen (Stufen) entstanden, in denen es erlaubt war zu baden.



Wir sind sogar in die Grotte hinter dem Wasserfall geklettert. Dort hing aber so einiges Eckliges von der Decke und es gab auch verschieden kleinere und groessere Loecher, in denen wer weiss was fuer Tiere gehaust haben. Ich moechte es garnicht wissen!



Schade war allerdings, dass uns nur erlaubt wurde die unteren 3 Stufen zu erklimmen, da wegen den starken Regenfaellen am Vortag es zu gefaehrlich gewesen waere in die oberen Regionen vorzudringen.



Das nenn ich mal ein Blatt! Von wegen Efeublatt. Brauner bin ich auch nicht geworden und werde ich wahrscheinlich auch nicht hier im Norden. Hier ist es naemlich nicht ueblich in kurzen Hosen rum zu laufen. So geh ich jeden Tag brav in Jeans und Hemd zur Arbeit.



Der Park war dann nach nem kleinen Lianentest ausgeschoepft und es hat auch gereicht, ich musste ja wieder zurueck, meinen Zug in Bangkok erwischen.
War letztendlich dann sogar ne ziemlich knappe Angelegenheit, da zur reinen Fahrzeit von 3 Stunden noch ne Taxifahrt in Bangkok bei ziemlich starkem Verkehr zu schaffen galt. Waere da nicht mein Arbeitskollege Sunya gewesen, der den ganzen Bus ca. 20Min auf mich warten lies, waere ich erst einmal aufgeschmissen gewesen. Hat aber dann doch alles gut geklappt und am Montag nach ner Stunde Schlaf in seinem Haus, gings dann wieder auf die Arbeit, ausruhen vom Wochenende :-)

Die Woche verlief bis jetzt ganz ruhig, ich hab nun endlich nen festen Arbeitsplatz und auch ne recht sinnvolle Aufgabe. Mein Chef ist ein ziemlich jung gebliebener Thai, der mit seiner Zahnspange und vor allem sein Verhalten gerade mal so alt wie ich wirkt oder noch juenger, aber dann doch schon 39Jahre auf dem Buckel hat. Demendsprechend locker ist dort auch das Arbeitsklima, also alles bestens!

War mal wieder ein ziemlich langer Eintrag und ich hoffe die vielen Bilder haben das Lesen ein wenig anschaulicher gemacht.
Als naechstes steht bei mir eine einwoechige Tour auf dem Programm. Es geht mit weiteren 5 Studenten und ner Thai Professorin fuer 4 Tage nach Kambotscha und anschliessend werde ich evtl. meinen ersten Strand hier in dem Land sehen und oestlich von Bangkok Inseln anschauen gehen.

Als machts mal gut, schoene Gruesse an alle und bis bald!

Stephan

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Donnerstag, 11. Oktober 2007
Amphawa und die Reise nach Lampang
Hier meine letzten Erlebnisse aus Bangkok und Umgebung, sowie die Reise nach Lampang, bzw. MaeMoh, der Grund meiner Thailandreise.

Gemuetszustand: zuversichtlich
Gesundheitszustand: kerngesund

Am Samstag gings dann doch nicht nach Kanchanaburi die "Bruecke am Kwae" anschauen und Tiger streicheln, sondern das Programm wurde spontan geaendert und wir sind mit nem 8 Grueppchen nach Amphawa gefahren. Das liegt ca. 1,5 Stunden mit dem Taxi westlich von Bangkok und ist bekannt fuer seinen Floating Market, sprich "Schwimmender Markt".
Dort angekommen hatten wir auch gleich innerhalb kuerzester Zeit ein Bootstaxi organisiert und es ging erst einmal ueber den Mae Klong zu unserer Unterkunft. Hier einmal die erste Eindruecke von der Bootsfahrt.



Dort waren auch viele andere Boote unterwegs und das nicht unbedingt langsam.



Wie auf dem Bild zu sehen ist haben die nen stinknormalen Motor, wahrscheinlich aus nem Auto einfach drehbar aufs Boot befestigt und mit ner ca. 3-4 Meter langen Welle haben sie dann die Drehbewegung auf die Schraube uebertragen. Die gingen dementsprechen wirklich gut ab, nur beim manoevrieren hatten dies nicht unbedingt leicht.



Als Fahrgast konnt man sich da aber getrost zuruecklehnen und die schoene Landschaft und interessanten Haueser um sich herum betrachten. War echt richtig chillig.



Manche Haeuser waren wirklich wie aus dem Bilderbuch. Echt wunderschoen zum anschauen, nur wuerden mich dort die aggressiven Moskitos und das viele Ungeziefer dort ziemlich nerven.

An der Unterkunft angekommen hab ich dann auch gleich in unserer Unterkunft eine ziemlich grosse Spinne entdeckt. Allerdings ist dort ne Scheibe zwischen meiner Hand und der Spinne.



Unser Schlafraum war auch gleich neben dem Wohnzimmer der Familie, wo die Oma in so nem Art Schaukelstuhl Fernseh geschaut hat. Das ist hier ziemlich auffaellig in Thailand, dass so aermlich die Unterkunft auch ist, der Fernseh nicht fehlen darf.
Da das Haus 2 stoeckig war, hat die Familie sich spaeter dann zurueck gezogen und uns das Erdgeschoss mit Terasse und allem ueberlassen, wo wir uns dann noch ein bisschen nach dem Besuch des Schwimmenden Marktes aufgehalten haben.



Die hatten teilweise auf den Booten regelrechte Kuechen eingerichtet, aber auch am Ufer gabs reichlich Zuessen und Mitbringsel zu kaufen.



Bei Nacht hatte das dann noch nen ganz anderen Flair und wir sind eigentlich nur noch von Stand zu Stand gezogen und haben verschiedenste Haeppchen ausprobiert.





Sogar Hunde wurden dort angeboten, aber uns wurde versichert, dass in Thailand keiner Hunde isst.



Danach gings wieder in die Unterkunft allerdings mit nem kleinen bis groesseren Umweg, da die Gegend dort ziemlich bekannt fuer Gluehwuermchenschwaerme in den Baeumen ist. So beginnen tausende von diesen Fireflys synchron zu blinken, wenn man sie anleuchtet. Echt ein schoenes Naturschauspiel, wenn da nicht Dutzende von anderen Booten gewesen waeren. Auch war die Fahrt jetzt nicht so die sicherste, da keiner mit Licht gefahren ist, um das Leuchten auch zu sehen und durch die Wellen der anderen Boote oefter mal ein Schwall dieses "saubern und wohlriechenden" Wassers
in unser Boot geschwabt ist.
Dafuer haben wir uns mit ein bisschen Tsingua Bier belohnt und sind auch mal frueher ins Bett. So gut konnte ich dort aber nicht schlafen, irgendwie hats ueberall gekribbelt und dummerweise hat sich der Grieche, der mit dabei war, eine Mundharmonika gekauft und hat einfach nicht aufhoeren wollen diese zu quaelen.

Naechsten Tag gings dann wieder zurueck nach Bangkok und fuer mich hiess es meine Hose und Hemd vom Schneider abholen und Schuhe einkaufen, da ich nur mit Wanderschuhen oder Flip Flops nach Thailand gefahren bin, Beides nicht optimal passend zu nem Anzug. Zu doof, dass Groesse 46/47 nicht unbedingt Standart in Thailand ist, so hab ich dann mit irgendwelchen bestimmt ueberteuerten Tretern aus der Khaosan Road die Reise nach Lampang antreten muessen.


Hab nach Lampang den Nachtzug genommen in der Hoffnung die Dauer von 11 Stunden Zugfahrt mit schlafen ueberbruecken zu koennen. Aber wie gesagt, war nur ne Hoffnung, denn bei dem Geruckel und Gequitsche hab ich maximal ne Stunde am Stueck geschlafen und bin ziemlich fertig dort angekommen. Auch wurde es mir auf der Fahrt in den Norden ein bisschen mulmig, wie ich dann nach Sonnenaufgang aus dem Fenster geschaut habe. Da war soweit das Auge reicht nur Dschungel zu sehen, von Zivilisation nicht die geringste Spur.



Im Zug sahs dann schon anders aus :-)



Und hier mal wieder ein Bild von mir. Die Betten muessen genau 1,94 cm gewesen sein, denn ich kam mir vor wie sich so ne Presspassung fuehlen muss.



Immerhin wars ganz lustig zu sehen, wer sonst noch alles im Abteil war. Hier der Hoehepunkt meiner Zugfahrt, das "Spiderkid"!!! Der Schlafanzug waer doch mal was fuer dich Tobi. Wenn ich einen find bekommst einen!



Angekommen hat sich dann nach ner ca. halbstuendigen Fahrt folgendes Bild aufgetan.



Das ist also mein Arbeitsplatz fuer die naechsten 3 Monate. Immerhin hat dort nicht nach Braunkohle gestunken und es sah echt alles sehr gepflegt aus. Mich hat dort auch ein netter Mitarbeiter vom Bahnhof abgeholt und gleich einmal im Kraftwerk rumgefuehrt. Sein Name ist Sunya und ein ziemlich fuehrsorglicher Typ, der hier hauptverantwortlich fuer mein Wohlergehen ist. Da zurzeit eine Turbine wegen der 6 jaehrlichen Hauptuntersuchung gerade auseinandergenommen wird, ist dieses Bild entstanden.



Bzw. das mit meinem Betreuer Sunya.



In der ganzen Halle stehen 10 Turbinen, davon 4 Stueck mit der Leistung von jeweils 150 MW und die Restlichen haben alle 300 MW. Also ein ziemlich gewaltiger Anblick, wenn man da mal so mitten drin steht.



Das mein erster Tag war hab ich dann auch gleich nach dem Mittagessen frei bekommen und bin zu meiner Unterkunft gebracht worden, ner Wohnung mit 3 Zimmern, allerdings fuer 4 Personen. Das Gute: Nur die erste Woche war noch ein anderer drin und ab naechster Woche hab ich ne komplette Wohnung fuer mich, sprich ein Vorzimmer,



und mein Zimmer,





Das andere ist natuerlich abgesperrt, aber das reicht mir. Bin dort eh nur zum Schlafen.
Grosser Nachteil: Ich hab 30min mit dem Auto nach Lampang und ich hab dort keins :-( Naechste Woche wird also meine Aufgabe sein mir irgendwie nen fahrbaren Untersatz zu beschaffen, bzw. erst einmal nen thailaendischen Fuehrerschein. Zudem besteht von 2 Leuten das Angebot, dass ich ihren Roller ausleihen kann. Immerhin besser als nichts! Auch ist noch nicht sicher, ob ich dort fuer immer bleibe, denn Sunya wohnt in Lampang und hat dort auch ein Zimmer frei. Stellt sich aber erst alles naechste Woche raus, wies weitergeht.

Nur noch ne kleine Geschichte am Rande in Sachen asiaten und Alkoholvertraeglichkeit. Wir waren die Woche in Lampang einkaufen und haben Zufaellig alte Freunde von Sunya getroffen und sind nicht nur beim Essen geblieben, sondern haben auch ein wenig Bier getrunken. Ich selbst hatte vielleicht so nen Liter vom Singha Bier, die Thais ham sich halt gleich mit Wiskey den Rest gegeben und der eine lies einfach nicht locker, so dass ich jetzt statt meinem gelben T-Shirt einen grauen Arbeitskittel von EGAT besitzte. Muss aber eine ziemlich grosse Ehre sein so einen zu besitzen! (Verzeih mir also Stephan) War aber echt ein lustiger Abend, zumal trotz nur schwerer Kommunikation es trotzdem nie langweilig wurde. Hier der T-Shirt Tausch.



und die ganze Truppe. Mit denen nachert noch in ne Disco zu gehen hab ich dann aber dankend abgelehnt.



So jetzt aber genug eure Zeit beansprucht. Ich freu mich ueber jede Nachricht mir Neuigkeiten aus Deutschland und versuch euch auf dem Laufenden zu halten.

Pop gan mai, Stephan

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Dienstag, 9. Oktober 2007
Rund um Bangkok
Hier mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Diesmal werden es wohl ein Menge an Bildern werden, denn innerhalb der letzten Tage ist so einiges geschehen.
Mir gehts soweit immer noch sehr gut und ich bin auf jeden neuen Tag gespannt, was mich da so alles erwartet!
Morgen werde ich dann endlich meinen ersten richtigen Arbeitstag haben. Mal sehn!?
Darueber aber am Ende der Woche noch mehr.

Ich wollte ja schon, wie geschrieben, den Donnerstag nach Lampang in den Norden fahren, hab mich dann aber kurzerhand noch umentschieden und bin doch noch bis Sonntag Abend in Bangkok geblieben. Letztendlich bin ich ueber die Entscheidung sehr froh, denn hier in der Wohnanlage von der Firma, in der ich arbeite (EGAT), ist man so ziemlich ab vom Schuss und genuegend Zeit werde ich hier eh noch verbringen.

Das Zugticket haben die vom IAESTE Buero dann auch innerhalb einer halben Stunde fuer mich umgetauscht und sogar dem Arbeitgeber Bescheid gegeben, der nach 5 min Gespraech das garnicht schlimm fand. Sind in der Hinsicht echt locker die Thais, da zaehlt eine gewisse Flexibilitaet noch zum guten Ton :-) Zumal sie bei einem Deutschen eh immer hin und weg sind und sofort anfangen die ihnen bekannten dt. Staedte, sowie Fussballspieler aufzuzaehlen. Bei der Frage, was den mein lieblings Fussballverein ist muss ich leider immer passen. Ich glaub ich sollte fuer die Zeit in Thailand einfach Fussballfan werden, denn sie sind da immer ein bisschen irritiert, wenn sie das hoeren :-)

Bin dann den Abend das erste mal zur Khaosan Road gefahren, um mir den Spass mal anzuschauen. Da die anderen Studis zu nem Trance-Konzert eines Hollaenders gegangen sind (Armin van Buuren) bin ich dort alleine hin und hab die Fahrt mit einem TukTuk gewagt.



Mir war schon ein bisschen mulmig zumute dort alleine mitzufahren und ohne jedliche Kenntnis der Stadt, aber Spass hats dann doch gemacht und nachdem wir auch viele offentsichtliche Touristen ueberholt haben, die auf dem gleichen Weg waren, hab ich dem Fahrer dann auch getraut. War ein echt lustiges Kerlchen der Fahrer...
Die Khaosan Road fand ich dann garnicht so besonders, was aber auch daran liegen kann, dass ich zu spaet dran war und die meisten Geschaefte am Abbauen waren.

Daheim an der Unterkunft angekommen, ist mir dann sogar ein kleiner Gecko begegnet.



Und in meinem Zimmer hat mich ein Ueberraschung erwartet. Hier hatten sich naemlich winzige Ameisen ueber meine Gastgeschenke hergemacht. Hatte naemlich leichtsinnigerweise die Nuernberger Lebkuchen im Freien stehen lassen und die findigen Tierchen haben die gleich entdeckt und ne richtige Ameisenstrasse dorthin aufgemacht.



Ganz der Forscher in mir und da ich ja Ameisen ansich ganz cool finde, hab ich die Lebkuchen ueber Nacht stehen lassen, um zu sehen wies denn naechsten Tag dort zugeht. Dummerweise hab ich davon nur ein Video gemacht und muss noch mal bei Sven nachfragen, wie das jetzt mit Videos laeuft, der kann das ja. Wird aber nachgereicht und eines kann ich euch sagen. Das war ein ziemliches Gewusel :-)

Naechsten Tag hatte ich dann ja ploetzlich doch Zeit noch mehr von Bangkok zu sehen und da Nadine, ein Studentin aus Bochum, auch zufaellig frei hatte, bin ich mit ihr ein bisschen durch Bangkok gestreift. Mit dem Boot gings erst einmal zum Banglangpoo Bezirk, das ist dort wo die Khaosan Road ist, wo wir uns dann gleich nen TukTuk Trip quer durch Bangkok haben aufschwatzen lassen.
Letztendlich sind wir dann beim Schneider gelandet und ich hab mir eine Hose und Hemd machen lassen, was ich allerdings eh vor hatte. Dafuer wars echt nobel fuer nen ganzen Tag nen TukTuk Fahrer bei sich zu haben, der an den verschieden Sehenswuerdigkeiten auf einen wartet und das alles fuer 10Baht/Person sprich 20cent.

Hier auch ein Bild vorm Standing Buddha:



Davor waren wir noch beim Sitting Buddha und nach dem Schneider gings dann zum Golden Mount, wo mein eine schoene Parkanlage unter sich hat und auch gut ueber Bangkok schauen kann.



Ich fand mehr den Aufbau der Anlage und die schoenen Ecken am Wegrand interessant. Hier auch ein Bild von nem schoenen Wasserlauf und mir.



Besser war dann doch der Ausblick vom Baiyoke Tower 2, dem groessten Gebaeude in Thailand und ich glaub weltweit irgendwo auf dem 17 oder 18 Rang.



Dorthin sind wir mit nem Wassertaxi, d.h. Schnellboot durch Wasserstrassen auch Klongs genannt, gekommen. Da alles in Thai geschrieben war, wussten wir bis kurz vor Ende der Fahrt garnicht, ob wir ueberhaupt richtig sind, aber bei 16cent kann man schon mal falsch liegen :-)

Fuer 200 Baht inklusive nem Getraenke Gutschein gings dann in den 84 Stock, wo wir diesen dann stilecht, so wie mans hier von Deutschen erwartet, fuer ein Bier eingetauscht haben :-)



Innerhalb von 15 min wurd dann aus Tag Nacht und wir hatten ein Meer ais Lichtern unter uns. Hab sogar ne Kopie unserer Reichstagskuppel in Bangkok gefunden. Und da heissts immer die Chinesen kopieren alles...



Danach gings dann noch in ne Thai Disco in der wir als grosse Europaeer Gruppe natuerlich voll der Renner waren und am Ende sogar einer von uns IAESTEs auf die Buehne gezogen wurde. Weiss garnicht mehr wie vielen Leuten ich da die Hand gegeben habe, denn die kamen am Ende alle, um sich bei uns zu verabschieden. Die spinnen echt voll auf den Westen!

Aber ich will jetzt mal hier stoppen, denn mittlerweile ist schon kurz nach 23Uhr und ich wollt noch ein bisschen Schlaf finden. Morgen kommt dann die Fortsetzung, denn am Wochenende findet hier eigentlich immer was statt.

Danke fuers bis hierhin lesen, wer durchgehalten hat und ich versprechs, morgen kommen mehr Bilder.

Schoene Gruesse!

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