Samstag, 24. November 2007
Fluesse, Berge und eine schoene Stadt! LAOS
So nun aber... Schoene Gruesse nach Deutschland!

Der Laos Trip, der hatte es echt in sich! Wie bereits im letzten Blog erwaehnt, waren wir ein bisschen angeschlagen, als es auf nach Laos ging :-) Hier ein paar Bilder vor unserer Abreise nach Laos.

Darf ich den ersten Mitreisenden vorstellen. Boris aus der Slowakei, 23 Jahre jung, studiert Elektrotechnik und liebt es Whiskey und Bier zu trinken! Davon hatte er den Abend zuvor auch zu genuege.



Der zweite kommt aus Ungarn, 25 Jahre und Student der Architektur. Zwar ebenfalls hart im Nehmen, aber der Tag zuvor war so garnicht sein Tag ;-)



Nun zum Deutschen, den kennt ihr ja! Das Bild sieht natuerlich schlimmer aus als es wirklich war!



Und last but not least unsere thailaendische Lehrerin (Lehrt Architektur, Alter unbekannt), die wohl ahnend wie der Abend so laufen wird, nicht mit uns gegangen ist, daher ganz frisch sich um die Organisation kuemmern konnte.



Der Plan war es mit dem Minibus von Chiang Mai etwa 5 Stunden lang nahe an die Thai-Laos-Grenze zu gelangen, an einem Ort namens Chiang Khong. Dort dann eine Nacht zu bleiben und frueh am naechsten morgen mit dem Boot ueber den Mekong nach Luang Prabang, der alten Hauptstadt Laos zu kommen.

Hier mal kurz noch ein Bild nach ca. 3 Stunden Fahrt, bei einem Zwischenstopp an ner Cashewfarm. Strahlendes Wetter, was uns aber noch ziemlich egal war!



Das Essen hats auch nicht besser machen wollen. Wenn ihr genau hinschaut, koennt ihr links auf dem Bild etwas Fritiertes sehen. Dreimal duerft ihr raten was das ist! Nein keine Shrimps oder so, das waren doch tatsaechlich Huehnerfuesse!



Das Fleisch sah da schon besser aus, allerdings gibt es dort keine Kuehltheke, statt dessen werden an Stecken befestigte Tueten dazu verwendet die Fliegen zu verscheuchen.



In Chiang Khong angekommen, hatten wir dann eine Unterkunft direkt am Mekong River mit Aussicht auf Laos, das am anderen Ufer lag.
Die Zimmer waren soweit in Ordnung, nur die Toilette war etwas seltsam! Da haben sie doch glatt die Schuessel falschrum montiert und das auch noch so bloed, dass man gerade noch sitzen konnte und auf eine Wand geschaut hat. Meinen langen Hacksen waren dafuer allerdings zu lang, will das hier aber nicht weiter ausfuehren :-)




Auch hatte die Stadt so einige lustige Sachen zu bieten. Wer brauch schon so viele Satellitenempfaenger fuers Auto!?



Auch das Fahrrad ist mir sofort ins Auge geschossen und die Besitzerin war kein Kind! Ratet mal an wen ich da sofort gedacht habe :-)



Aber fuer mich gabs natuerlich auch das richtige Gefaehrt! Ein in Thailand auf 3 Raeder umgeruesteter Roller. Der stand da einfach am Strassenrand rum und hatte sogar noch den Schluessel stecken!



Nach unserer Stadttour haben wir uns noch ein bisschen zu Leuten am Strassenrand gesellt. Da hatte sich ein Franzose mit einem Thailaender eine Art Wigwam aufgestellt unter und vor dem die Leute mit Getraenken aller Art bedient wurden. War ganz chillig, auch wenn der Franzose, ganz links im Bild, die ganze Zeit mit dem Lagerfeuer rumgespielt hat. So wie der sich verhalten hat wuerde ich auf stoned tippen!



Am naechsten Morgen hat sich dann folgendes Bild vor unserer Unterkunft aufgetan. Sah vielversprechend aus und ich hab mich schon auf die Reise nach Luang Prabang gefreut.



Dann gings auch schon, nach den ueblichen Formalitaeten mit dem Visum, mit einem Boot rueber ans andere Ufer und schon waren wir in Laos, das war ja einfach!



hier das erste Bild, das ich in Laos geschossen habe. Im Hintergrund ist der Mekong und Thailand zu sehen, nicht zu uebersehen die ganzen westlichen Touristen, von denen es in Laos ganz viele gab.



Natuerlich wollten wir nicht die typischen Touristen mimen und haben uns daher strengstens nur an einheimische Produkte gehalten. Da Laos ein kommunistisches Land ist gabs da daher auch nicht mehrere Biersorten sondern nur Beer Lao, also ein Einheitsbier.



Ich fands aber ziemlich gut, besser als das in Thailand und Kambotscha, hier kann ich das ja schreiben. Wehe dem ein Thai bekommt das zu Ohren :-)
Das Bier gabs dann auch gleich auf dem Boot zur Wegzehrung.



Bei dem Bild kann man sich schon fragen, warum ich so nen bescheuerten Helm aufhabe, aber das naechste Bild zeigt den Grund!



Wir sind naemlich mit dem Speedboot unterwegs gewesen. Das sind ziemlich kleine Boote, vergleichbar mit einem groesseren Surfbrett, die einen PS-starken Motor im Heck haben. Ziemlich gleiches System wie in Amphawa auf den schwimmenden Maerkten, wenn ihr euch erinnern koennt, d.h. der Motor ist drehbar gelagert und ueber eine ca. 4 Meter lange Welle mit einem meineserachtens Alupropeller verbunden. Das ganze ist fuer maximal 8 Leute und den Fahrer ausgelegt.



Das ganze war auch nicht unbedingt ungefaehrlich, daher auch die Schwimmwetsen und Helme. Wir sind naemlich schaetzungsweise mit 60 bis 70 Sachen ueber den Mekong geduest, der ziemlich gewaltige Stromschnellen und tueckische Felsen hat. War aber ein Heidenspass und alleine die Bootsfahrt war ein riesen Erlebnis.
Mich hatten sie wegen meinen langen Beinen gleich in die erste Reihe gesetzt, wodurch ich im Gegensatz zu den anderen einen absolut chilligen Platz hatte :-)



Der Sonnenbrand auf meinen Beinen danach war aber vorprogrammiert und da hatten sie dann wieder was zu lachen. Der hat sich naemlich hartneckige 7 Tage gahalten und hoellisch gebrand :-( Der Fahrtwind war einfach das Tueckische!

Die Landschaft um uns herum war sehr abwechslungsreich. Hier z.B. ein Uferbereich, der fast schon wie ein Starnd gewirkt hat.



Dort hab ich dann auch mal kurz aussteigen muessen :-) Das Bier, die teilweise holprige Fahrt und der doch nach ner Zeit kalte Fahrtwind haben es soweit kommen lassen. Der Fahrer war deswegen ein wenig stinkig, da er uns zuvor ausdruecklich gesagt hat, dass er nur an den drei festen Stopps anhaelt. Naja fuer die anderen wars ein Spass!



Um mal zu zeigen, wie so ein Speedboot aussieht, hab ich mal eins, das wir natuerlich ueberholt haben, fotographiert. Das waren sogar Deutsche, die da auf dem Bild zu sehen sind. Am Dialekt wuerde ich sagen aus den neuen Bundeslaendern.





Hier zum Vergleich mal ein Slowboot, das zwar komfortabler war, aber bestimmt die doppelte Zeit fuer die Strecke benoetigt hat. Wir sind da teilweise wie im Slalom an denen vorbeigeschossen!



Auch gabs dort natuerlich noch wesentlich langsamere Boote. Bei dem hatten sie gleich ein Haus darauf gebaut.



Aber auch recht komische Sachen, wie z.B. dieser Rindertransport.



Ueberhaupt hat mir die Landschaft hier am besten gefallen.
Felsen, die sich mitten im Fluss aufgetan haben, oder einfach nur steil ansteigende Uferbereiche, ich fands einfach nur schoen!!!









Angekommen sind wir dann in Luang Prabang wie es bereits gedaemmert hat. Die Stadt ist ziemlich ueberschaubar und daher ganz gut zu Fuss zu erkunden. Nach erfolgreicher Suche eines Guesthouses ziemlich im Zentrum gings dann auch noch ein wenig die Nachtmaerkte besuchen und einen ersten Eindruck von der Stadt gewinnen.
Das Bild zeigt eine fuer Luang Prabang typische Strasse, also eher mehr westlicher Baustill als asiatischer.



Wir sahen auch alle eher westlich als asiatisch aus :-) Das typische rote Gesicht ist einfach zu verraeterisch!



Den Samstag hatten wir dann einen ganzen Tag fuer die Stadt und so gings gleich morgens frueh raus und auf Schusters Rappen durch Luang Prabang.
Bei Tag kann man auch an den Haeusern, die auf den ersten Eindruck westlich wirken, die dann doch asiatische Herkunft erkennen. Auf ziemlich allen Daechern waren Figuerchen auf der Spitze platziert, bzw. an den Verzierungen konnte man das auch erkennen. Laos war naemlich lange Zeit eine franzoesische Provinz, so sieht man da ueberall Baguettverkaefer und auch trifft man dort franzoesisch sprechende Asiaten an :-)





Neben der Stadt als ganzes hatten wir natuerlich den Tag noch eine lange Liste an Dingen, die wir sehen wollten, abzuarbeiten. Angefangen natuerlich bei einem Tempel, Wat Xieng Thong. Einer der nach meinem Buch sehenswertesten Tempel dort, allerdings fuer mich jetzt nicht so der Renner.



Vielleicht bin ich ja auch schon ein wenig abgestumpft. Das Mosaik auf der Rueckseite, fuer der der Tempel so bekannt ist, hatte zugegebener Weise schon was.



Viel interessanter fand ich da schon die Stadt. Hier und da ein Tempel beim Vorruebergehen...



oder auch einmal eine Baustelle in einer mir ganz ungewohnten Kulisse! Irgendwie passen Palmen und Sonnenschein nicht so recht zu Arbeit :-)



Zwischenzeitlich hat sich auch mein Geld schlagartig erhoeht. Fuer 1000 Baht, das sind ca. 20 Euro, hab ich mir laotisches Geld geben lassen. Die Waehrung nennt sich Kip und 1 Baht ist ca. 280 Kip, d.h. ich hatte ploetzlich 280000 Kip in der Tasche. Waere ein Leichtes gewesen dort Millionaer zu sein, aber in 2 Tagen schafft man es nicht so einfach 4000Baht auszugeben :-) Ok zugegeben zu schaffen ist das schon, aber ich wollte nicht den ganzen Kram wieder die ganze Reise zurueck mit mir rumschleppen!



Nach ner kurzen Pause naechst zu einer Polizeistation, das ist die Tuer rechts neben uns, gings dann weiter auf den Berg inmitten der Altstadt.



Dort war es richtig genial! Die Tempel, die es dort gab waren sogar auch mal sehenwert, da schoen in die Natur hineingebaut, aber was am besten war, war der Ausblick ueber die ganze Stadt. Vielmehr hat man dann erst einmal gesehen, wie viele Baeume dort stehen. Von oben sah das daher mehr aus wie eine mittem im Wald stehende Stadt, vielmehr eher ein Dorf.



Dazu beigetragen haben auch noch die direkt am Fluss errichteten temporaeren Gemuesegaerten. Der Mekong Fluss bringt naemlich grosse Mengen fruchtbaren Schlamm mit sich, der, wenn das Wasser gerade nicht so einen hohen Stand hat, sich optimal fuer ein oder zwei Ernten von verschiedensten Gemuesesorten eignet. Das naechste Bild zeigt eine der groessten Anbauflaechen, die ich dort gesehen habe. Ansonsten hat man wirklich jede erdenkliche Flaeche dort genutzt, sei sie auch noch so klein.



Den hoechsten Punkt am Berg musste ich natuerlich auch noch erklimmen. Die lange Hose war eigentlich nicht noetig, aber meine fast schon lilafarbene Haut hat mir einfach keine andere Wahl gelassen. Da hat jeder noch so kleine Sonnenstrahl einen Hoellenschmerz verursacht, da blieb mir keine andere Wahl.



Gleich neben dem Tempel, oder eigentlich war es noch im Tempelgelaende :-) stand noch ein Ueberbleibsel aus irgendwelchen Kaempfen vergangener Zeiten.



Ein bisschen posen muss halt auch sein. Auch galt es wieder Erinnerungen an die gute alte KK aufleben zu lassen!



Ein wenig laotische Kultur wollten wir dann auch noch mitgenommen haben, weshalb es noch fuer einen kurzen Abstecher in den alten Koenigspalast und momentanes Nationalmuseum ging. Die Anlage sah veilversprechend aus, das Ausgestellte im Palast hat mich aber nicht so vom Hocker gehauen. Wir sind dann auch nach ner knappen Stunde schon weiter, um auf die andere Seite des Mekongs zu kommen.



Dort liegt naemlich ein kleines Dorf namens Xieng Men, das neben einem Markt auch ein paar Tempel und Hoehlen zu bieten hat. Um euch mal ein besseres Bild von den Transportmitteln auf dem Mekong verschaffen zu koennen, dieses Bild. Wir Fuer den Transfer auf die andere Seite mussten wir mit dem Boot ganz links, aehnlich dem kleinen in der Mitte vorlieb nehmen. War aber vollends ausreichend fuer den Zweck.



Auf der anderen Seite angekommen, kam man sich ein wenig in der Zeit zurueckgesetzt vor. Hier waren die Haeuser alle noch groesstenteils aus Holz und auch nur einfachste Gefaehrte wurden eingesetzt. Der Jepp im Hintergrund war da eine Ausnahme, der wurde von der Europaeischen Union gestiftet, die dort ein sog. Mikroprojekt betreut. So waren ueberall Schilder von denen aufgestellt, auf denen ermahnt wurde doch bitte nicht Plastiktueten und Dergleichen in die Natur zu werfen. Ich weiss nicht, ob die bedacht haben, dass dort evtl. nicht jeder lesen kann und hoffe fuer die Leute dort, dass zuerst Gelder in Einrichtungen wie Schulen und Aehnlichem investiert wurden!



Hier mal ein Bild von den Haeusern dort. Natuerlich gabs auch vereinzelt bessere, aber gerade auf dem Bild fande ich den Kontrast, der sich aus der Kombination von deren Welt mit der modernen Welt ergibt extrem. Wenn man naemlich genau hinschaut, kann man links neben der Huette den Satellitenempfaenger erkennen. Ich habe das zuvor schon einmal ueber Thailand gehoert, dass Leute dort noch so arm sein koennen, aber ein Fernseher gehoert zur Grundsuasstattung. Muss wohl auch fuer Laos zutreffen.



Auf unserem Weg durch das Dorf dort sind wir auf viele Kinder gestossen. Das war wirklich auffaellig wie viele das waren und das Dorf war wirklich nicht gross.



Ein paar von denen haben uns dann auch begleitet und uns verschiedene Orte dort gezeigt.



Tew hat sich ganz gut mit denen unterhalten koennen, da die Lao Sprache aehnlich dem Nordost Thai ist. Ich glaub am Ende wollten alle von ihr adoptiert werden :-)

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